seelenruhig

Zitat – gehört irgendwann im Auto auf dem Weg zur Arbeit….

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„… vielleicht weiß er gar nicht was ich vorlese oder wer ich bin. Was soll’s.. Mariangela sagt, der beste Umgang mit Dementen sie, sich vorzustellen, der Mensch den du gekannt hast, stecke noch in dem Wrack das vor dir sitzt. Wenn du dich irrst, und der vertraute Mensch ist fort, richtest du keinen Schaden an, aber leistest vorbildliche Pflege. Wenn du Recht hast und der vertraute Mensch ist in dem siechen Körper gefangen, bist du sein Rettungsanker.“

 

aus dem Hörbuch „Die Knochenuhren“ von David Mitchell / (klick)

 

dieses Zitat ist mir grade wieder in die Finger geraten… wie viel Menschen leiden unter Demenz… nach Krebs eine weitere Crux der Menschheit…

 

*

 

Die Tage werden wieder länger und so wird es auch wieder mehr Gelegenheiten geben, Genähtes zu fotografieren und hier zu zeigen! Bald mehr!

Habt es gut!!!!

 

 

5 Kommentare

  1. So habe ich es mit meiner Mutter praktiziert. Der Gedanke, dass ich irgendwo im Verborgenen noch einen Teil von dem verlorenen Menschen erreiche, hat mich getröstet.
    Liebe Grüße
    Brigitte R.

  2. Ein wunderbares Zitat. Ja, in erster Priorität geht es wohl darum, die Würde des Menschen zu respektieren, und sei er auch noch so verwirrt und unangepasst.
    Dass das vielfach sehr schwer ist, kann ich mir aber auch vorstellen.

    Danke für das sanfte Schwanenbild. Bis bald also mit herzlichen Grüssen,
    Brigitte

  3. ja, meine schwägerin hat jahre mitgefühlt und sich überarbeitet .. es war sooo schwer!

  4. Liebe Ellen,
    gerade vor ein paar Tagen sprach ich mit einer meiner engsten Freundinnen, ihre Schwiegermutter hatte vor 10 Jahren einen Schlaganfall und ist seitdem nur noch eine Hülle, sie erkennt weder ihre Enkelkinder, noch erkennt sie ihren mittlerweile verstorbenen Ehemann auf Fotos. Dass was Frau E. einst ausgemacht hat, ist nicht mehr sichtbar. Meine Freundin betet, dass ihre Schwiegermutter dieses Jahr sterben darf.
    viele Grüße Margot
    P.S. der Schwan scheint in flüssigem Licht zu schwimmen.

  5. ein mensch ist es, und dem tut es wohl (hoffentlich). Ob es der ist, der uns vertraut war –
    das ist eigentlich nicht wichtig. die nähe ist wichtig, und für uns das akzeptieren, was ist. so denk ichs mir.
    herzliche grüße zum Bodensee
    Sylvia

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