|
|
von seelenruhig, am 01.02.12
Dieses Kleid habe ich vor ca. 11 – 12 Jahren genäht und seither hängt es auch in meinem Schrank. Vielgetragen ist es nicht. Es lag v.a. am Halausschnitt, der einfach nicht groß genug war. Im letzten Jahr habe ich ihn nun größer ausgeschnitten … und das Kleid hängt seither wieder vergessen im Schrank.
Der Me-Made-Mittwoch von Catherine hat mich auf die Idee gebracht, meine vorhandenen Kleidungsstücke mal neu zu kombinieren – Ungewohntes auszuprobieren; sprich: meinen Schrank mit neuen Augen zu betrachen.
Mein Etuikleid gefällt mir nach wie vor sehr gut. Ich glaube, das war das einzige Mal, dass ich einen in der Burda vorgestellten Stoff (Stretch-Satin-Jacquard) in einem Stoffgeschäft gekauft habe. Warum trage ich es so gut wie nie? Ich denke, es liegt daran, dass ich einfach nicht so eine begeisterte Kleidträgerin bin. Röcke finde ich für mich einfach besser und sie sind so vielseitig zu kombinieren.

So sieht es mit einem wärmenden Strickteil aus. Ganz ok … aber es geht mir im Grunde darum, den doch eher festlichen Stoff alltagstauglich “runterzuholen” … und : das bin ich nicht.
Ich versuche es jetzt mal winterlich-sportlich interpretiert -mit Stiefeln und Lederjacke. Ich mag’s – fühle mich auch wohl darin.

Weil das ärmellose Kleid im Winter zu kalt wäre, trage ich das Jäckchen “Tender” (leider muss ich es bald ausrangieren -es wurde einfach aufgetragen weil so heißgeliebt) und den, ebenfalls heißgeliebten Kaschmir-Seide Schal von Daniela.
Na ja – mal sehen, ob ich noch andere Kombimöglichkeiten für den Winter finde – und ob ich mir das Kleid im Sommer nochmals neu vornehme und nach luftigen Tragemöglichkeiten suche.

Wenn ich mir aber das von-hinten-Foto so ansehe, merke ich, dass aus meinem Kleid – zumindest optisch – ein Rock geworden ist.
Einen Tag lang getragen – mich eigentlich auch wohl gefühlt – nette Komplimente bekommen – aber ….
Na ja, einen Versuch war’s wert!
In unserem Bodensee-Nähtreff haben wir mein Etuikleid auch “diskutiert” und da bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich einen Rock draus machen sollte – denn den würde ich sicher sehr viel tragen.
So: hier geht es zu den anderen me-mades bei Cat-und-Kascha, die heute vorgestellt werden!
von seelenruhig, am 27.01.12
Der Januar ist schon fast wieder vorbei! Wie schaut es bei euch aus mit den Vorsätzen von Silvester? Ist noch was davon übrig, oder habt Ihr doch einiges davon umgesetzt?
Ich habe einige Dinge wirklich getan – zum Beispiel
sehr wenig Fleischgerichte aufgetischt. Es gab überwiegend Gemüsiges und ab und zu Fisch oder Meeresfrüchte.
meine Basenfastenkur, die ich hin und wieder als Magen-Darm-Heilbehandlung mache, gleich zu Beginn des Monats gemacht und mich gut gefühlt danach.
regelmäßig Sport – aber das mache ich schon seit Oktober und habe so viel Spaß dabei – heute auch ziemlichen Muskelkater im Bauch!
Mit den täglichen 20 Minuten im Dienste der Ordnungshüterin habe ich in der Weihnachtszeit ausgesetzt, weil ich finde, da hat man eh schon genug Dinge, die man sonst nicht erledigen muß. Aber nun bin ich wieder dabei und das ist auch gut und nötig.
Heute zum Beispiel war ich mit dem Essigreiniger in der Dusche zu Gange. Und weil ich noch Zeit hatte, machte ich mich noch an die ungeliebte Ablage (man sieht ja beispielsweise an den Gehaltsabrechnungen, seit wie vielen Monaten die Sache hinterher hängt. Ich sag mal nichts dazu…)
Will euch aber die niedliche Postkarte nicht vorenthalten, die ich beim Aufräumen gefunden habe. Geschickt bekamen wir sie vor vielen Jahren von der jüngsten Nichte, die nun auch schon 17 Jahre alt ist…

Solche Wünsche treffen doch ins Schwarze, oder?
In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende und ruhe mich nun redlich aus…
von seelenruhig, am 26.01.12

… So was hat ihm die Mutter erzählt.
Zum Beispiel: „Das einzige Neuland, das dir noch bleibt, ist die immaterielle Welt. Alles andere ist viel zu gut gesichert.“
Mit zu vielen Vorschriften umgeben.
Die immaterielle Welt, das war für sie das Internet, Filme, Musik, Geschichten, Kunst, Gerüche, Computerprogramme, alles, was man nicht anfassen kann. Virtuelle Realitäten. Fantasie, Kultur.
„Das Unwirkliche ist mächtiger als das Wirkliche.
Weil nichts so vollkommen ist, wie man es sich vorstellen kann.
Weil nur immaterielle Ideen, Begriffe, Überzeugungen, Träume von Dauer sind, Steine zerfallen, Holz vermodert. Menschen, nun ja, sterben.
Aber etwas so Zerbrechliches wie ein Traum, eine Legende, das hält ewig.
Wenn man das Denken der Menschen verändern kann, sagte sie. Das Bild, das sie von sich haben. Das Bild, das sie von der Welt haben. Wenn man das tut, verändert man auch das Leben der Menschen. Und das ist das einzige Dauerhafte das du schaffen kannst.
Im Übrigen, sagte die Mutter, werden deine Erinnerungen, deine Geschichten und Abenteuer eines Tages das Einzige sein, was dir noch geblieben ist…..
Aus Chuck Palahniuk „Der Simulant“
Harter Tobak ist dieses Buch für mich. Eine andere Welt. Ich las es mit einer Mischung aus Faszination, Neugier, Abwehr, Ekel, … aber auch Erheiterung. Auf jeden Fall mal was ganz Anderes.
Das Schöne an Chuck Palahniuks Büchern ist: In ihnen findet jeder etwas, das er anstößig findet. Der Autor von Fight Club und zwei weiteren Romanen schreibt mit erfrischender Rücksichtslosigkeit, und seine Einfälle sind so gut, dass man problemlos Buchtitel daraus machen kann: Der Simulant heißt im Original Choke, weil die Hauptfigur Victor Mancini sein Geld damit verdient, in überteuerten Restaurants publikumswirksam zu ersticken — bis ein hilfsbereiter Mensch auftaucht, ihn rettet und ihn aus lauter Dankbarkeit für die Gelegenheit zu einer solchen Heldentat mit Geld überhäuft.
Und Victor benötigt dieses Geld dringend: Er muss seine Mutter unterhalten, die in einer psychiatrischen Klinik dahinsiecht. Von ihr hat er eine ganze Menge dysfunktionaler Charaktereigenschaften geerbt, darunter eine hemmungslose Gier nach Sex, die er nach Therapiesitzungen der Anonymen Sexabhängigen mit seinen Leidensgenossinnen auslebt. Dass es dabei nicht unbedingt romantisch und nicht wenig erotisch zugeht, dürfte Palahniuk-Leser kaum wundern.
Das zentrale Thema von Der Simulant heißt Sucht, die Sucht nach Sex, Ordnung, Liebe — irgendetwas, das dem Leben einen Sinn verleiht. Palahniuk selbst scheint diesen Sinn in einer fast zwanghaft detaillierten Schilderung seiner Schauplätze zu finden. Egal, wo seine Protagonisten sich befinden, der Leser wird jede Kleinigkeit über ihr Umfeld erfahren. Diese Kritik ist allerdings eher unwesentlich angesichts der Frage vieler Kritiker nach der Zurechnungsfähigkeit des Autors. Palahinuk weiß, dass unser fragmentiertes Weltverständnis ein gewisses Maß an Wahnsinn nötig macht, um zu überleben und um über diese Welt zu schreiben. Er schreibt Prosa, die unserer Wirklichkeit gerecht werden will, keine Fluchtliteratur. Und er hat trotzdem Spaß dabei. –Hannes Riffel
von seelenruhig, am 25.01.12
Heute zeige ich euch ein Jäckchen aus Crashwalk. Der Schnitt Burda 04/2010 – ganz schlicht und einfach.
Der Me-Made-Mittwoch animiert dazu, Kleidungsstücke mal neu zu kombinieren. Normalerweise trage ich das Jäckchen mit Shirt drunter zur Röhrenjeans mit Stiefeln. Heute bewußt mal ganz anders:

Hampelfrau am me made mittwoch
Über einem bunten Jerseykleid, das ich im letzten Jahr hier gekauft habe, und das ich sowohl im Winter als auch im Sommer gerne trage. Mit dicken Woll-Leggings und Stiefeln, mit Schal und Stulpen ist das auch an einem kalten Januartag schön warm
Das Jäckchen aus Crashwalk drüber – mit einem Gürtel in der Taille.
Schal: aus dünnem Walk – befilzt in Rot mit dem Rand eines roten Walkstoffes. Das kommt sehr schön, weil er so unregelmäßig ist und wie leicht ausgefranst wirkt.
Stulpen: aus dünnem Walk befilzt mit einer petrolfarbenen Blüte.
Ein schwarz-buntes Outfit, das fröhlich macht!
Da Schwarz so schwer zu fotografieren ist und man auf dem “angezogenen” Foto nicht so viel erkennen kann, hier noch ein paar Bilder, die versuchen, ein paar Details genauer zu zeigen. So kommen auf dem unteren Foto Schnitt dund Textur des Jäckchens besser raus,

Details:

im Beleg mitgefasste Kordel-Paspel. Keramikknopf (ein Geschenk von Dagmar, das mich an den superschönen Besuch des Kressbronner Kunsthandwerkermarktes erinnert) mit leicht asiatischer Anmutung (den Knopf habe ich beim schwarz-bunten Outfit versteckt, weil er da nicht dazu passt).

Oben: Stulpen und Schal. Man sieht, wie das Stück Walk ausgeschnitten wurde. Raffiniert, weil er dann so wirbelig um den Hals hängt.
Mittwochs zeigen viele Hobbyschneiderinnen via Cat und Cascha ganz kunterbunt Ihre älteren und neueren Werke – neu kombiniert oder neu in den Schrank gekommen! Hier klicken für die heutige Auswahl!
Toll, was es da immer zu sehen gibt und das Schönste dabei: die netten Kontakte, die durch gegenseitige Besuche entstehen. Die schönen Seiten des Internet halt!
von seelenruhig, am 21.01.12
Dass ich in diesem Winter viel gestrickt habe, habe ich auch noch nicht berichtet! Ich habe einen Pulli zu zeigen und mit meinem Rock , einem Lanesplitter, bin ich auch schon bald fertig. Fotos folgen…
Letzte Woche fand ich einen Überraschungsumschlag im Briefkasten, der mich gar sehr erfreut hat! Frau Seidenhase ging ihren Angorahasen Hannes und Samira ans Fell und hat daraus zwei Stränglein feinste Schmusewolle gesponnen und mir verehrt! Die Wolle habe ich mittlerweile gewickelt und man drückt sie sich unwillkürlich immer wieder an den Hals, weil sie so schmuseweich ist. Also ist klar, dass ich eine Schal oder einen Loop daraus stricken werde! So ganz fein, weich und pudrig!!!

Ach ja und der Stoff auf dem die Wolle liegt ist die Basis für meinen neuen Rock. Es ist ein weicher Traum aus Schurwolle, Angora und Cashmere – ich freu mich schon aufs Zuschneiden und Nähen – auch hier folgen natürlich Fotos und Berichte.
Das Wetter ist nasskalt und deshalb igeln wir uns in unserer Burg ein und kümmern uns um alles, was man an einem verregneten Wochenende gerne tut.
Ich hoffe und wünsche für euch, dass auch Ihr Gelegenheit dazu habt!
von seelenruhig, am 18.01.12
Schon lange habe ich hier nichts Genähtes mehr gezeigt und das mache ich heute gerne beim Me-Made-Mittwoch, organisiert von Catherine - Cat und Kascha.
Cahterine organisiert diese Aktion jeden Mittwoch: man zeigt neues oder altes Selbstgenähtes(-stricktes….) und es gibt immer viel zu staunen, denn hier kann man alle Teilnehmerinnen einzeln anklicken. Toll!

Jäckchen aus Crashjersey. Schnitt: “Montreux” von Schnittquelle (ohne Bindeband, sondern mit Knöpfchen)
Bleistiftrock aus schwarzem Leinengemisch. Nicht sehr spannend zu zeigen, aber es ist ein Basicteil, das unbedingt in den Schrank gehört – zumindest in meinen. Toll zu tragen und immer wieder neu zu kombinieren. Schnitt: uralt-Burda
von seelenruhig, am 10.01.12
Have nothing in your house that you do not know to be useful, or believe to be beautiful….William Morris
Nach diesem Motto gestalte ich seit vielen Jahren meinen Jahresbeginn im Januar, Februar.
Es geht vielen Menschen so, dass sie zum Jahresbeginn das starke Bedürfnis nach Klarheit und Ordnung haben. Der Weihnachtsschnickschnack wird wieder in die Kartons gepackt und das Haus neu gestaltet.

magisches Einhorn – eines meiner liebsten Fotos
Das Wohnzimmer soll im Frühling dringend gestrichen und in diesem Zuge auch zum Teil umgestellt werden. Ein neuer Teppich ist schon unterwegs. Immer wieder der Wunsch nach Leichtigkeit, Luft und Raum.
Ein Buch, das ich mir mal zu diesem Thema gekauft habe, ist, so finde ich, sehr empfehlenswert: Die Seele des Raumes berühren ordnet den Lebenräumen, den Zimmern Körperteile zu.
Dieses Jahr will ich mich besonders für den Keller interessieren. Er steht für das Vergessene, das Unterbewußtsein. Ja es stimmt schon irgendwie, denn der Keller spiegelt oft die “angesammelte Vergangenheit wieder. All das von dem man sich “eigentlich” trennen will, wird erst mal in den Kellerräumen zwischengelagert damit man es dann irgendwann vielleicht entsorgt. Der Keller symbolisiert ein verdecktes Bewußtsein, Themen und Inhalte, die einen zwar nicht mehr belasten oder bedrängen, die aber immer noch Teil des Lebens sind.”
Vor zwei Jahren habe ich schon große Aufräum- und Ausmistaktionen im Keller gemacht, – aber ans “Eingemachte” bin ich nie gegangen. Ich bin gespannt.
von seelenruhig, am 06.01.12
Wenn Du Dich auf den Weg machst, öffnet der Horizont seine Grenzen.
Orientalisches Sprichwort

Auf in ein neues Jahr, das hoffentlich viel Schönes für uns zu bieten hat! Es gilt neue Herausforderungen anzunehmen, neugierig zu sein und neue Wege einzuschlagen! Nur dem, der sich auf den Weg macht, werden neue Horizonte erschlossen!
Habt Ihr viele gute Vorsätze? Neue Ideen? Kreatives Neuland, das Ihr betreten wollt? Auf geht’s in ein buntes, spannendes Jahr !!
Ich wünsche euch allen das Allerbeste!
von seelenruhig, am 30.12.11
Die Festtage sind vorbei und wir leben nun in dieser Zeit “zwischen den Jahren” – fast unwirklich erscheint sie mir manchmal. Vor Weihnachten plant man so viel, organisiert, verpackt, backt, kocht, ißt und trinkt lecker bei Weihanchtsfeiern, weil man “dieses Jahr einfach nochmal zusammensitzen will” – sei es mit dem Nähtreff, den Frauen vom Sport, mit dem Team vom Hospiz, mit den Kollegen, mit Freunden, – und dann, nach den Festtagen wird die Zeit so “watteweich”. Man ist nicht verplant, kann, wenn man Urlaub hat, seine Tage nach Lust und Laune verbringen, vertrödeln, verschlafen … seinen Wünschen nachgehen. Eine kostbare Zeit ist gekommen – die geheimnisvollen Rauhnächte. Die haben mich schon immer interessiert.

Hanne hatte ein Büchlein zum Thema vorgestellt - ich habe es mir besorgt und lese viel darin. Bei Cambra findet man auch Posts zum Thema – oft muss ich schmunzeln.

Die Fotos passen dazu … sie sind gestern beim abendlichen Spaziergang entstanden. Der Sturm wühlt den See auf. Der Wind pustet einen so richtig durch und danach genießt man den warmen Ofen sehr!
Nun wünsche ich Euch noch erkenntnisreiche Rauhnächte – gute Träume und zwischendrin auch noch einen guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes und glückliches Neues Jahr.
Ich danke all meinen Lesern für Ihre Besuche hier auf’seelenruhig’, für die Kommentare, die mich natürlich sehr gefreut haben – den stillen Besuchern schicke ich auch viele Grüße und bin absolut beeindruckt von den Besucherzahlen, die sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht haben!! Ich kann es kaum fassen! Dies ist natürlich ein Grund zum Freuen, zum Weiterbloggen, zum Feiern im Februar – denn da wird seelenruhig 6 Jahre alt.
Bis bald Ihr Lieben!
von seelenruhig, am 20.12.11
Mit ein paar glitzernden Lichtern und

weihnachtlich erleuchteten, nächtlichen Impressionen

von der Insel Lindau

verabschiede ich mich für ein paar Tage und wünsche euch allen von Herzen ein schönes Fest und erholsame freie Tage.
|
|