seelenruhig

Muskatellersalbei

Botanischer Name: Salvia sclarea

Muskatellersalbei kommt aus dem Mittelmeerraum. Die Pflanze wird bis 1,20m hoch, hat steife, aufrechte Stängel und blüht violett, lila, blau in der Zeit von Mai bis September.

Mischt sich gut mit: Jasmin, Sandelholz, Geranie, Zypresse, Lavendel, Orange, Bergamotte, Kreuzkümmel

Ich liebe den Duft von Muskatellersalbei!

(Übrigens liebe ich auch den Geschmack: ein Gläschen Muscat mit einem Eiswürfel als Apéro ist eine feine Sache. Früher „zauberten“ die deutschen Winzer mit Hilfer dieser Pflanze aus ihren mäßigen Weinen einen echten Muskatellerwein)

Muskatellersalbei hat euphorisierende Wirkung. Er ist kraftvoll, belebend, strahlend und schillernd. Seine Wirkungen liegen vor allem im psychischen Bereich. Er löst Angst und Depressionen und schafft lang anhaltende, innere Beruhigung. Melancholie löst sich dank seiner Wärme und Lebendigkeit auf.
Muskatellersalbei wird empfohlen für Menschen in der Midlife-Crisis.

Es ist das Öl der Künstler – der kreativ Schaffenden. Der Duft stimuliert für das Unbekannte und Ungewöhnliche, regt die Kreativität an und öffnet für Inspiration.

Einfach mal ein paar Tropfen in die Duftlampe geben und ausprobieren! Es wirkt!

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Foto: Muskatellersalbei im Kräutergarten des Klosters Reichenau. Auf der Insel Reichenau machten wir letztes Jahr eine wunderschöne Radtour und für Pflanzenliebhaber lohnt es sich, das kleine Gärtlein anzuschauen.

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„Zwischen 842, der Heimkehr des Abtes Walahfrid Strabo auf die Reichenau, und dessen Todesjahr 849 ist aller Wahrscheinlichkeit nach das bedeutendste Zeugnis der frühen Geschichte des Gartenbaus in Deutschland entstanden, der Hortulus, ein lateinisches Gedicht in 444 Hexametern, das botanisch und literarisch gleichermaßen zum Besten gehört, was in der Nachfolge Vergils bis heute geschrieben wurde. Verblüffend für den Naturwissenschaftler ist zunächst die genaue Beobachtungsgabe, die im Gedicht zum Ausdruck kommt, die Lebendigkeit der Pflanzenbilder.“

Abbildung und Klappentext von: Hans-Dieter Stoffler „Der Hortulus des Walahfrid Strabo“