12 von 12 im November

Gestern überkam mich eine Welle der Trauer – ich vermisste meine Eltern so sehr…. und habe mir zum Trost diese Azalee gekauft.

nachdenklicher Morgenkaffee mit Blick hinaus in den dichten Nebel

Es spielt sich viel innerlich ab in dieser Zeit. Eine Zeit, in der ich wieder mal das Gefühl habe, die Welt steht Kopf und die Kontrolle entgleitet komplett.

Wörter, die mir so über den Weg gelaufen sind: Puderzuckerachtsamkeit und Wohlfühlnichtigkeiten.

Azalee – erinnerungsträchtig

Mich beschäftigt  -(so wie wohl alle Menschen hier in Bayern, Deutschland, Europa.. der Welt…) die aktuelle, massive Coronawelle, die sehr wohl einige Verantwortliche hat, die klar benannt werden können. Zu einfach und schwarz weiß ist die Reduzierung auf Impfgegner und Querdenker… auch die Bundesregierung hat viel mit verschuldet – angefangen vom Kaputtsparen des Gesundheitswesens  bis hin zu mangelnder Digitalisierung. Ein klares Wort: ich bin überzeugte Impfbefürworterin – die komplette Familie denkt bei uns zum Glück so. Aber ich habe, so wie vermutlich nahezu jeder von uns, im engen Freundes- bzw. im Bekanntenkreis einige Impfgegner/-verweigerer. Ich mache mir Sorgen und Gedanken über die Möglichkeiten des künftigen Umgangs mit diesen mir lieben Menschen. 

Buch aus Stein

Ich halte „seelenruhig“ eigentlich frei von solch kontroversen Themen – habe mich aber entschlossen hier (für mich) zu notieren, was mir so durch den Kopf geht, weil ich gerne in einem Jahr, mit Abstand, lesen möchte, wie das heute war, und wie es sich später anfühlt, wenn ich meine Gedanken lese.

Buch aus Stein

Ein Steinbüchlein – Erinnerung aus meinem Elternhaus. Gemacht vom Bildhauer Hermann Gierer, der ein Freund der Familie war. Die kleinen Steinbücher wurden von ihm gearbeitet aus Rheinkieseln, entdeckt bei Wanderungen in den Bächen des Alpenraumes – vom Eis gespalten, Jahrtausende gewalkt und geschliffen. Fragmente aus der Geschichte unserer Erde.

Es gibt das Elternhaus betreffend immer noch viel zu erledigen. Aber ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Wir haben eine sehr nette Familie gefunden, die zur Miete einziehen wird.

Telefonate, Formulare….

Ich nutze die restliche Zeit des Vormittags und schneide eine Jacke aus einem schönen, weichen Wollstoff zu- die Farben caramel und rot gefallen mir sehr.

Zuschnitt – italienisches Träumchen von Stoff

Es ist Freitag der 12. – freitags ab spätestens 12 Uhr bin ich in meiner geliebten Stoff Scheune 

Tettnanger Hinterland – Fahrt zur Stoff Scheune. Still und leer die Hopfengärten

Die Puppe trägt ein Shirt aus Jersey – sieht aus wie gestrickt – ist aber ein toller Print.

Dazu ital. Jacquard. Feiner Hosenstoff mit Elasthan.. Die Bauchladen-Tasche très chic!

Ich sehe die Kunstfelle, Mohair- und Alpakafelle durch – toll für Kissen, Jacken und Mäntel.

Am Wochenende haben wir hoffentlich Zeit für einen Newsletter.

Abends sind wir im Konzert und stillen unseren Kultur-Musik-Hunger. Das gönnen wir uns in der letzten Zeit öfter. Gestern waren wir bei Iiro Rantala in Dornbirn. Heute genießen wir José James.

Das war wieder einmal ein prall gefüllter 12. Bald ist das Jahr zu Ende. Es geht so schnell!

Ich blogge diesen Post erst einen Tag später – Nach dem Konzert müde und erschöpft ins Bett gefallen und seit langem mal wieder durchgeschlafen. Hurra!

Ich verlinke mich zur monatlichen Aktion „12von12“ bei „Draußen nur Kännchen“

 

 

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Rosenstrick mit Sweat kombiniert – mein Herbsthoodie

Im März habe ich zuletzt bei Me Made Mittwoch teilgenommen.  Heute trifft es sich grade so, dass ich mal wieder etwas zeigen kann. 

Ich bleibe meiner Liebe zu Hoodies immer noch treu – diesmal ein toller Strick im Rosenprint

kombiniert mit Sweat in dunkelblau

 

Passt mir für den letzten Herbstmonat !!

 

Ich verlinke mich zum Me Made Mittwoch und bin schon gespannt, ob ich mir ein paar Inspirationen für künftige Nähprojekte mitnehmen kann (klick)

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sonnige Herbsttage

Tagetes in der goldenen Oktobersonne

 

 

Freuen wir uns an den intensiven Herbstfarben

oder sehen wir nur welke, sterbende Blätter?

Genießen wir den bunten Herbstbaum

oder ärgern wir uns über das viele Laub am Boden?

Sind wir dankbar für die reifen Früchte

oder bedauern wir, dass der Sommer vorbei ist?

Nehmen wir an, was ist

oder trauern wir Vergangenem nach?

Leben wir diese Zeit,

die niemals wiederkehrt?

 

(Aus: Bunte Herbstfarben wünsch ich dir)

 

Mit freundlicher Genehmigung :  Max Feigenwinter (klick auf seine Homepage)

 

 

Lagunenwanderung vergangene Woche: wunderschönes Naturschutzgebiet Rheindelta 

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12 von 12 im Oktober

12 von 12 im Oktober…. trifft auf einen regnerischen Dienstag.  Es ist erst einmal nichts zu fotografieren. Viel Papier…. ich ordne im Elternhaus einige Leitz aus – und zu Hause geht es so weiter. Nicht sehr spannend.

Im Stofflager richte ich einige Stoffe für morgen her – ich nehme sie mit in die Stoff Scheune.

Diesen Kürbis gibt es bald als Currygericht.

Heute aber ein schnelles Mittagessen – ich fahre zur liebsten Friseurin

Wie immer ist es anregend und lustig bei ihr. Wir updaten uns – bei beiden hat ein Kind geheiratet – bei mir war noch die Trauerfeier meiner Mutter (die auch lange Jahre ihre  Kundin war)

Draußen regnet es

Nur die Blüten im Garten sehen toll aus.

Meine Jacke ist so gut wie fertig. Es  fehlen nur noch die Klemmhülsen aus Metall an den roten Bändeln

Das Futter aus Jersey ist ein Hingucker

Abends Sauna

Dort ziert der kleine Linolschnitt die Temperaturanzeige. Er kommt aus „Kunst aus dem Kasten/Automaten“

Kräutertee

 

und Lektüre. Links das neue „Couch-Blätterbuch“. Wir haben es heute vor einer Woche im Bauhaus-Museum in Dessau gekauft.

Ich verlinke meinen sehr ruhigen Oktobertag zu Caro von „Draußen nur Kännchen“ zur Aktion 12von12 (klick)

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12 von 12 im September

12 von 12 diesmal aus dem Urlaub

Wir verbringen wunderbare Tage an der ligurischen Küste – Foto oben: Blick aus dem Esszimmer.

Wir haben ein Haus mit Garten gemietet. Wir sind hier nicht zum ersten Mal.

Es ist ein Traum …

Zwei Roller stehen in der Garage zur freien Verfügung – das machen wir bald.

Spaziergang durch Alassio

Wunderhübsche Stadt 

 

Die Temperaturen immer noch hochsommerlich. Eine Erfrischung ist willkommen.

La Spiaggia – der Strand

Ich mag die bunten Umkleidekabinen

… und das leckere Eis hier.

 

Urlaubsfeeling pur!

Abends sitzen wir auf der Terrasse und genießen.

Ich verlinke mich zu „Draußen nur Kännchen“ mit der Aktion 12 von 12 (klick)

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Ahnen

Ich melde mich hier nicht oft in letzter Zeit. Ich bin beschäftigt mit so vielen anderen Dingen. Ein Haus will auf- und ausgeräumt werden. Das ist ein schmerzhafter Prozess. Ein Stück Trauerbewältigung und Loslassen.

Foto oben: mein Urgroßvater – diese Generation hat zwei Kriege erlebt – hat viel Leid erlebt und mit viel Mut und Tatkraft immer wieder bei Null beginnen müssen

Ich stoße auf meine Ahnen in Form von Fotos, Briefen, (Zeit-)Dokumenten. Es ist spannend und ich spüre so oft eine Vertrautheit über die Zeiten hinweg.

Mein Großvater – wie man unschwer erkennen kann, in Russland – 2. Weltkrieg
Oben hält er meine Mutter im Arm

Er hatte seine Familie hier nach Nonnenhorn gebracht und sie so vor Bombenhagel in Nürnberg bewahrt. Süß – meine Mutter mit seiner Mütze. 

Da gibt es Briefe vom Bruder meiner Großmutter Anna – er schreibt aus dem Krieg. 

Da gibt es auch den offiziellen Brief, in dem mitgeteilt wird, dass er gefallen ist.

Meine Namensgeberin Ellen (geboren 1912). Was für eine schöne Frau! Lieblingstante meiner Mutter – daher mein Name. Sie und ihr Bruder Hans, mein Großvater sehen aus wie die Hauptdarsteller von „Babylon Berlin – Frisuren, Kleidung ….alles. Die goldenen Zwanziger.

Wieder zurück zur Haushaltsauflösung. Dazu gehört die Verteilung des Schmucks . So viel ist es gar nicht, aber die Erbstücke lassen uns an unsere liebe Mutter denken. Wir vermissen sie sehr.

Ein Foto von ihr, dreijährig, 1937… so zuckersüß. Ich habe es auf Transferfolie gedruckt und auf alten Leinenstoff gebügelt. Daraus kleine Beutelchen mit Reißverschluss genäht. 

Kleine Tütchen aus Papier auch. Das Foto zusammengenäht und mit Vintagespitze zur Schleife gebunden und verschlossen.

Auf den Spuren der Ahnen…..

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Nur wer liebend aus dem Kreis des Ichs

heraustritt zu einem Du

findet das Tor zum Geheimnis des Seins.

Gabriel Marcel

 

 

 

Foto: Enkel Elian wurde am Freitag bei einer schönen Naturzeremonie im Kreis der Familie und Freunde und in der Welt überhaupt … willkommen geheißen. 

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12 von 12 im August

12 von 12 im August. Ein Sechser im Lotto: heute, Donnerstag ist Sommer!

Ich stehe sehr früh auf und mache im Haus alles auf Durchzug, damit es später kühl ist. 

Das Bett wird frisch bezogen 

und ich gehe schon einkaufen um den Menschenmengen zu entgehen.

In der Küche stehen noch zwei leere Dosen von gestern Abend. Wir probieren uns durch leckerste Antialkoholische Getränke – das linke hat es mir angetan!

Kurz vor Acht kommt meine Freundin Ulli vorbei – Schnelles gemeinsames Frühstück, bevor sie zur Arbeit muss.

Ich hole viele Kräuter im Garten und rühre einen Quark mit Joghurt an.

Birgid, meine Yogalehrerin, kommt und wir nähen ihr schönes Leinenkleid gemeinsam zu Ende. Glücklich verabschiedet sie sich. Im Eifer des Gefechts das Fotografieren vergessen. Daran denke ich, als ich mit dem Pinsel die Overlock säubere.

Ich schneide aus antiken Getreidesäcken Kosmetiktäschchen zu.

Mein Sohn David ruft aus Berlin an. Er hat Mittagspause und wir haben Zeit für einen schönen Austausch. Er sitzt auf einer Bank am Landwehrkanal – ich liege im Gästezimmer auf dem Bett

Auf der Terrasse 

der Zeppelin (Foto für „kleine Pause“!) dreht direkt über meinem Haus um

Ich habe  noch allerhand vorzubereiten. Die Schwester meiner Mutter mit Mann kommt zu Besuch. Wir haben einiges zu besprechen und genießen gutes Essen und Trinken auf der warmen Abendterrasse

Ich liebe diese Solarlaterne. Ein Geburtstagsgeschenk, das mir viel Freude bereitet.

Die Steckmücken plagen uns gar sehr. Antibrumm und Co werden bemüht. 

Meine herrliches, sommerlich-feines Leinentuch schützt mich einigermaßen.

Leider sehe ich keine Sternschnuppe…. 

Ich verlinke mich zu „12von12“ bei Caro von Draußen nur Kännchen (klick)

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12 von 12 im Juli 2021

12 von 12 im Juni und 12 von 12 im Juli… die Welt ist für mich eine andere geworden. Meine liebe Mutter ist nicht mehr da. Der Kopf wusste schon lange, dass der Abschied naht und ich kann es auch annehmen – aber die Trauer muss nun gelebt werden

Ich habe immer noch viel zu erledigen (und spüre die neue, frei gewordene Zeit noch nicht). Der Vormittag vergeht mit Papierkram sowohl den Sterbefall als auch meine Stoff Scheune betreffend. 

Ich hatte hier ein wahres Blumenmeer. So viele liebe Menschen schickten oder brachten Blumen. Ich pflege die Vasen, tausche Wasser aus und schneide zurück, um möglichst lange etwas davon zu haben

Vor ca zwei Monaten habe ich die Keimschalen im Keller wiederentdeckt. Das hier ist Radish Rambo – violettroter Rettich. Die Sprossen schmecken scharf-würzig. Sehr lecker auf dem Salat.

Mittags koche ich ein fruchtig-scharfes Curry. Wir essen zu dritt auf der Terrasse. Mein Sohn David ist auch seit anderthalb Wochen da

unser „Set“: Espresso und Backgammon nach dem Essen

Dann erledige ich ein wenig Gartenarbeit .Die Hortensien sind dieses Jahr ein Traum.

Tomaten, Peperoni nach Schnecken absuchen… Unkraut jäten 

zwei Seiten lesen

Italienisch lernen (wurde in den letzten Wochen vernachlässigt. Aus gutem Grund)

Ich genieße die Fahrradfahrt durchs grüne Hinterland zu meinem Yogakurs

Es tut mir sehr gut. Die Stille, die Übungen und auch die lieben Frauen, die ich dort treffe und so gerne mag

Stefan, David und ich sitzen noch am See bei und mit meiner langjährigsten geliebten Freundin Monika. Stefan hat während meines Yogakurses ein paar leckere Grissini gebacken und Monika kredenzt ein leckeres Getränk aus der Normandie (Pommery – mit Calvados… erinnert an Likör…). 

 

Kein wow-Sonnenuntergang in rot-orange, aber dennoch eine ganz besonders schöne Stimmung.

Dankbar für den Tag mit Ruhe, Frieden, Sonne, Luft, Bewegung und den Menschen, die ich liebe.

 

Ich verlinke mich zu 12-von-12 bei Caro von Draußen nur Kännchen (klick)

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kleines Update – ohne Fotos

Liebe LeserInnen,

bei mir , bei uns… ging es in der letzten Zeit rund. Die Achterbahn der Gefühle in Kürze:

Geburt unseres zweiten Enkelsohns und

Begleitung meiner lieben Mutter bis zum großen Tor – durch das sie dann allein gehen musste.

Die Geburt Glück pur – der Abschied sehr schwer – viel schwerer, als ich es mir hätte träumen lassen (nach Jahren der Fürsorge, Verantwortung, Pflege und schließlich auch Sehnsucht nach Freiheit sowohl für meine Mutter als auch für mich…)

 

Kurz zuvor waren Stefan und ich noch zu zweit ein paar Tage in der Schweiz. Berge sind immer gut für die Seele. Mein lieber Stefan hat hierzu einen schönen Blogbeitrag mit herrlichen Fotos (klick)  

 

Ich grüße euch sehr herzlich und bald wieder mehr hier. 

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