Capuns – eine Bündner Spezialität

Capuns ist eine typische Bündner Regionalspezialität. Als wir im Val Lumnezia waren, gab es in unserem Gasthaus selbst gemachte Capuns, denn die Nani (Großmutter) schwingt dort den Kochlöffel selbst! Ich kannte das Gericht noch nicht und da es mir so gut geschmeckt hat, habe ich mir das Rezept geben lassen. Für die Füllung hat man viele Möglichkeiten, denn Capuns gibt es in vielen Variationen – hier nun eine davon…

Capuns sind, um es „auf deutsch“ zu erklären, in Mangold eingewickelte Spätzle…
Wer also schon einmal selbst Spätzle gemacht hat, bekommt das mühelos hin.

Man bereitet also erst mal einen zähflüssigen Spätzliteig vor (klar: aus Eiern, (Milch)wasser und Salz)

Dann schneidet man ganz kleine Würfeli von Schinken, Fleischkäse, Salami, Bündnerfleisch rein, streicht das ganze auf die Capunsblätter (ca. 1 guter EL/Mangoldblatt) und rollt diese dann auf. Die Stile werden etwas gekürzt und dann etwas weich geklopft.

Die Rollen (sie sehen aus wie kleine Krautwickel) in einen großen Topf geben. Sie werden dann ca. 20-25 Min leise in Bouillon geköchelt (nicht sprudelnd, sonst fallen sie auseinander).

Wer will, und mit der Linie so gar keine Probleme hat, kann zuletzt Reibkäse (z.B. Sbrinz) und in Butter angebratene Speckwürfel darüber geben.

En Guete mitenand! (oder “bien appetit” wie man dort sagt) (Dank der Ruth vom Piz Mundaun für die Erklärungen vor Ort und per Mail!!)

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Ein Foto vom Gericht habe ich (noch) nicht – (ich werde dieses Wochenende einen großen Topf Capuns machen) – aber eins von dem Gasthaus, in dem ich sie gegessen habe!

Nachtrag: dieses Gericht lässt sich wunderbar auch als vegetarisches Gericht herstellen!! Zwiebeln, viele “Chrüter”… der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Noch ein Nachtrag um halb elf: Nicht umsonst ist es mein liebster Hofladen!!! Als ich Mangold kaufen wollte für meine Capuns, war keiner da – der liebe Herr Wengle ist ein Schatz – er setzte sich aufs Rädle und radelte mal kurz zum Feld um extra für mich einen frischen, knackigen Mangold zu schneiden. Drum ist klar, was ich nun gleich kochen werde…

Blogeintrag vom 14.09.2007