seelenruhig

Youmikos Japanischer Salat

Es gibt Rezepte, die begleiten einen seit vielen, vielen Jahren. Dazu gehört bei mir Youmikos Japanischer Salat.

Youmiko, das ist eine junge Japanerin, die damals, als ich in der Provence in der Sprachschule CERAN gearbeitet habe, dort einen mehrmonatigen Sprachkurs belegt hatte.

Sie war reizend, sehr interessiert an Land und Leuten und überhaupt an allem, was ihr in Europa an Neuem begegnete. Wir freundeten uns an und unternahmen hin und wieder Ausflüge oder setzten uns mit anderen lieben Freunden um ein gutes Mahl an einen Tisch.

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An einem heißen Sommertag kochte sie bei mir zu Hause Japanisch.
Ich war natürlich höchst interessiert und verdingte mich als ihre persönliche Assistentin beim Kochen.

Ein Rezept aus ihrer japanischen Menüfolge, mache ich immer wieder gerne:

Japanischer Salat à la Youmiko

Tomaten (ca 5 Stück) kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser überbrühen und die Haut abziehen. Danach aufschneiden und die Kerne entfernen.( Das mache ich ausschließlich bei diesem Rezept, denn Youmiko war da sehr streng und nur so wird der Salat wirklich fein)
Tomatenfleisch sehr, sehr fein würfeln

1 Salatgurke schälen, längs in der Mitte durchschneiden und mit einem Kaffeelöffel die Kerne herausschaben
Gurke sehr, sehr fein würfeln

Glasnudeln in eine Schüssel legen und mit kochendem Wasser übergießen – eine Weile ziehen lassen – danach das Wasser abgießen und mit einer Schere (ich hab da eine in der Küche, die ist zum Pizza-Durchschneiden, Schnittlauch schneiden etc…) in mundgerechte Stückchen schneiden

2-3 dünne Pfannkuchen backen – abkühlen lassen und in sehr feine Streifchen schneiden

All diese Zutaten in eine Salatschüssel geben und mit folgender
Vinaigrette übergießen und dann im Kühlschrank ziehen lassen:

1 Teil Sesamöl / 2 Teile geschmacksneutrales Öl
1-2 EL Honig
Zitronenessig (oder Apfelessig)
Salz, Pfeffer
1-2- EL Sojasauce
1 Zehe frisch gepresster Knoblauch

Gut gekühlt servieren.

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Meine Familie liebt diesen Salat. Er ist toll als Vorspeise, passt aber auch gut zu manchen Essen als Beilage – oder im Sommer allein als leichtes Mittagessen. Er hat sich auch prima bewährt, wenn man zu einer Fete was zu Essen mitbringen soll. Den gibt es auf der Buffettafel dann nicht zweimal.

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Leider habe ich Youmi aus den Augen verloren. Ich hoffe, sie führt ein glückliches Leben und konnte ihre Französischkenntnisse gut gebrauchen! Eine schöne Erinnerung an sie ist der Salat und dieses japanische Stoffdeckchen, das sie mir damals geschenkt hat.

Blogeintrag vom 7.3.2008