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Funkensonntag

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Mit dem Funkenfeuer den Winter austreiben

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Ein alter Brauch in unsrem schwäbisch-alemannischen Kulturraum ist der Funkensonntag.
Dem Volksglauben nach sollen diese Feuer den Winter austreiben.

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Immer am Sonntag nach Aschermittwoch brennen in zahlreichen Gemeinden die Funkenfeuer. Fleißige Helfer schichten die gesammelten Christbäume und andere brennbare Dinge zu einem großen Haufen. Oben auf dem Haufen ist die Hexe (Symbol für den Winter) an einem langen Stock befestigt.

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Vorgestern auf unserem Sonnenspaziergang sahen wir in Weißensberg zu, wie der Haufen immer größer wurde. Makaber und richtig gruselig sieht das aus, mit der Hexe auf dem Scheiterhaufen, finde ich.

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Wenn es dunkel wird, zünden die Männer den Haufen an. Dazu werden traditionell Funkenringe (Hefegebäck mit Hagelzucker) verkauft. Auch Würstchen und Glühwein gibt es und je nach Größe der Gemeinde noch viel mehr Kulinarisches.

Wir haben in Bodolz auf dem Hoyerberg zugesehen, wie der Funken angezündet wurde. Wenn die Hexe endlich brennt, schreit das Volk begeistert auf. Dies ist für mich immer ein Gänsehaut-Moment, denn ich stelle immer die Verbindung zum Mittelalter her und denke, dass da die Leute genauso gejohlt haben müssen, als unschuldige „Hexen“ verbrannt wurden… Brot und Spiele für das Volk.

Die Stimmung ist ausgelassen, die Sicht über den Bodensee im Abendrot wunderschön.

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Auf dem Feld ist es kalt, aber nahe beim Feuer kann man sich wärmen. Danach freuen wir uns darauf, das Wochenende zu Hause schön ausklingen zu lassen.

Der Frühling kann kommen!

Im Sammelalbum „Jahreskreis“ kann man mehr über die Bedeutung der Fastenzeit – insbesondere die sprachliche Herkunft von „faseln“ und „fasten“ erfahren. Nach und nach möchte ich die Blogeinträge meines alten Blogs zum Thema Jahreskreis hierher übernehmen. Der Anfang ist getan…

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