seelenruhig

Samue in spe

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Ein Grund zu nähen ist für mich ganz sicherlich, dass ich oft nicht finde, was ich mir in den Kopf gesetzt habe. Ich möchte mich gar nicht ausführlich darüber auslassen, wie langweilig, häßlich, lieblos gemacht und „oberflächlich“ ich die Kleidung von der Stange oftmals finde (oder sehr schön und edel aber unerschwinglich…)

In den letzten Monaten war ich immer wieder mal ganz gezielt auf der Suche nach einem Hausanzug. Meine Vorstellung war eine Klamotte für zu Hause – bequem, lässig, und doch etwas, in dem frau die Haustüre öffnen kann, ohne sich schlecht angezogen zu fühlen… kann mir vorstellen, dass viele wissen, was ich meine.

Kurz und gut: ich finde einfach nichts!

So kam ich zu dem Entschluss mir meinen Hausanzug lieber selbst zu nähen. Die Stoffe habe ich schon gefunden: schwarzer Samt und mit Blumenranken bedruckte, strukturierte Seide (siehe Foto) – weich und kuschelig soll es sein.

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Es soll einem Samue-Anzug nachempfunden sein. Samue wurden ursprünglich von Shintomönchen als Arbeitsanzüge getragen – bequem, purisitischer Stil, bestehend aus einer kimonoartigen Jacke und einer locker geschnittenen Hose. Unten möchte ich sie zusammenraffen und mit einem roten Bändchen versehen. Auch das Oberteil wird wahrscheinlich mit rotem Baumwollband eingefasst – wie genau, das ergibt sich beim Nähen.

Den Schnitt für die Kimonojacke habe ich bereits hier liegen – altbewährt und geliebt hängt er aus Leinen/Baumwollstoff genäht, bei mir im Schrank. Schnitte, die ich gerne mag und evtl. nochmals nähen möchte bewahre ich mit der Anleitung – ohne Heft auf. Zusammengebunden mit einem Stoffrest des genähten Kleidungsstückes. So finde ich ihn bei Bedarf ganz schnell.

Es sind auch zwei kleine Frühlingsklamotten entstanden – die Sonne schien so warm und machte Lust und Laune auf leichte Kleidungsstücke, die es leichter machen, auf den Frühling zu warten. Fotos kommen in den nächsten Tagen.

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