… und draußen wächst im Flockenflittern der weiße Tag zur Ewigkeit

Die hohen Tannen atmen heiser
im Winterschnee, und bauschiger
schmiegt sich sein Glanz um alle Reiser.
Die weißen Wege werden leiser,
die trauten Stuben lauschiger.

Da singt die Uhr, die Kinder zittern:
Im grünen Ofen kracht ein Scheit
und stürzt in lichten Lohgewittern, –
und draußen wächst im Flockenflittern
der weiße Tag zur Ewigkeit.

Rainer Maria Rilke

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3 Antworten zu … und draußen wächst im Flockenflittern der weiße Tag zur Ewigkeit

  1. Quer sagt:

    So schön, diese filigrane Einstimmung in den Advent.
    Lieben Dank und herzliche Grüsse,
    Brigitte

  2. Mona Lisa sagt:

    Das Leiserwerden – das mag ich.
    Warte auch auf den ersten Schnee, auf die damit verbundene Unberührtheit der Natur.
    Wünsche dir jeden Tag stille Momente, ab und an.
    Herzliche Grüße

  3. sylvia sagt:

    o ja… das weiss, die stille, die heiseren tannen.
    ein feines adventsbild!
    lieber gruß
    Sylvia

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