12 von 12 im Juli 2021

12 von 12 im Juni und 12 von 12 im Juli… die Welt ist für mich eine andere geworden. Meine liebe Mutter ist nicht mehr da. Der Kopf wusste schon lange, dass der Abschied naht und ich kann es auch annehmen – aber die Trauer muss nun gelebt werden

Ich habe immer noch viel zu erledigen (und spüre die neue, frei gewordene Zeit noch nicht). Der Vormittag vergeht mit Papierkram sowohl den Sterbefall als auch meine Stoff Scheune betreffend. 

Ich hatte hier ein wahres Blumenmeer. So viele liebe Menschen schickten oder brachten Blumen. Ich pflege die Vasen, tausche Wasser aus und schneide zurück, um möglichst lange etwas davon zu haben

Vor ca zwei Monaten habe ich die Keimschalen im Keller wiederentdeckt. Das hier ist Radish Rambo – violettroter Rettich. Die Sprossen schmecken scharf-würzig. Sehr lecker auf dem Salat.

Mittags koche ich ein fruchtig-scharfes Curry. Wir essen zu dritt auf der Terrasse. Mein Sohn David ist auch seit anderthalb Wochen da

unser „Set“: Espresso und Backgammon nach dem Essen

Dann erledige ich ein wenig Gartenarbeit .Die Hortensien sind dieses Jahr ein Traum.

Tomaten, Peperoni nach Schnecken absuchen… Unkraut jäten 

zwei Seiten lesen

Italienisch lernen (wurde in den letzten Wochen vernachlässigt. Aus gutem Grund)

Ich genieße die Fahrradfahrt durchs grüne Hinterland zu meinem Yogakurs

Es tut mir sehr gut. Die Stille, die Übungen und auch die lieben Frauen, die ich dort treffe und so gerne mag

Stefan, David und ich sitzen noch am See bei und mit meiner langjährigsten geliebten Freundin Monika. Stefan hat während meines Yogakurses ein paar leckere Grissini gebacken und Monika kredenzt ein leckeres Getränk aus der Normandie (Pommery – mit Calvados… erinnert an Likör…). 

 

Kein wow-Sonnenuntergang in rot-orange, aber dennoch eine ganz besonders schöne Stimmung.

Dankbar für den Tag mit Ruhe, Frieden, Sonne, Luft, Bewegung und den Menschen, die ich liebe.

 

Ich verlinke mich zu 12-von-12 bei Caro von Draußen nur Kännchen (klick)

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5 Antworten zu 12 von 12 im Juli 2021

  1. Petra sagt:

    Guten Morgen,

    hach was sind das wieder für tolle Eindrücke und Bilder von deinem Tag. Danke, dass wir teilhaben dürfen.
    Wir haben in Nagold wieder Regenwetter, aber die Natur, die Blumen und der Gemüsegarten sind eine Wucht.
    Ellen nimm dir die Zeit, die du brauchst für die Trauer. Es ist so wichtig über die Vergangenheit nachzudenken.
    Liebe Grüße
    Petra

  2. Astridk sagt:

    Oh, das tut mir leid, dass du sozusagen Waise geworden bist! Ein Zustand, dessen frau sich nur langsam bewusst wird ( und ja, es hat auch zwei Seiten, ich hab es Jahr vor knapp fünf Jahren mitgemacht ). Aber offensichtlich bist du aufgehoben in einem familiär-freundschaftlichen Kokon. Und diese Idylle am See, um die beneide ich dich glatt.
    Alles, alles Gute! Der goldene Schimmer der Erinnerung wird sich irgendwann über all das legen.
    Astrid

  3. Quer sagt:

    Einfach wunderbar, wie du diese Zeit angehst und meisterst, liebe Ellen.
    Trauer und Freude haben ja immer nebeneinander Platz, das hilft ungemein.
    Einen herzlichen Gruss zu dir und euch an den Bodensee,
    Brigitte

  4. Helga sagt:

    Liebe Ellen,

    sehr schöne Eindrücke und Bilder die du uns zeigst, danke dafür.
    Sie werden dir etwas Licht und Freude in deine Traurigkeit bringen.

    Es grüßt dich *Helga*

  5. Margrit sagt:

    Liebe Ellen, ich erinnere mich gut, wie ich mich fühlte, als meine Mutter gerade gestorben war, diese seltsame Verbindung aus Schmerz, Erleichterung darüber, dass sie nicht mehr leiden musste, und dem Wissen darum, jetzt nicht mehr Tochter zu sein.
    Sei lieb umarmt von Margrit

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